Glaukom und Glaukomvorsorge
(der folgende Text basiert auf der sehr informativen website der Schweizerischen Ophthalmologischen Gesellschaft SOG)
Was ist ein «Glaukom»?
Unter einem «Glaukom» versteht man eine fortschreitende, spezifische Schädigung des Sehnerven, welche durch eine Gruppe von Erkrankungen hervorgerufen werden kann.
Beim Glaukom gehen unter anderem Nervenzellen zugrunde, welche für die Übertragung der Lichtinformationen in Form von Nervenimpulsen vom Auge zum Gehirn verantwortlich sind. Die Verbindung vom Auge zum Gehirn wird somit allmählich zerstört und der Patient wird seitlich immer weniger sehen. Der Sehnerv höhlt sich aus (s.Bild links).
Falls nichts zur Erhaltung der verbleibenden Nervenzellen unternommen wird, gehen schliesslich alle Nervenzellen zugrunde und der Patient wird blind.
Häufig, aber weitem nicht immer, sind die Erkrankungen, welche für ein Glaukom verantwortlich sind, mit einem erhöhten Augeninnendruck verbunden. Dieser erhöhte Augeninnendruck ist somit einer der wichtigsten Risikofaktoren für die Entstehung des Glaukoms. Offensichtlich spielt der Augeninnendruck jedoch nicht die alleinige Rolle bei der Entstehung des Glaukoms. Es gibt zahlreiche Patienten, die einen offenbar normalen Augeninnendruck (unter 20 mm Hg) aufweisen und trotzdem glaukomtypische Schäden entwickeln. Man spricht in diesem Falle von einem Normaldruck-Glaukom. Umgekehrt muss ein erhöhter Augeninnendruck (über 20 mm Hg) nicht bei jedem zu Glaukomschäden führen. Bei diesen Menschen liegt eine sogenannte «okuläre Hypertension» vor. Folglich muss es neben dem Augeninnendruck eine ganze Reihe von weiteren Risikofaktoren geben.
Was ist der Unterschied zwischen dem «Grünen Star» und dem «Grauen Star»?
Aufgrund ihrer historisch bedingten Namensähnlichkeit werden diese beiden Begriffe nicht selten verwechselt. Ausser ihrem Namen haben diese beiden Krankheitsbilder jedoch nichts gemeinsam.
Beim Grauen Star, auch Katarakt genannt, kommt es zu einer Trübung der Augenlinse. Typisch für diese Krankheit ist, dass sie meist im hohen bis sehr hohen Lebensalter auftritt. Ist beim jungen Menschen die Linse glasklar und durchsichtig, so wird die Linse mit zunehmendem Alter grauer und undurchsichtiger. Das Sehvermögen verschlechtert sich. Der Kataraktpatient hat den Eindruck, ständig durch einen Nebel zu sehen. Alles wird verwaschen und unscharf. Ausserdem nimmt die Blendungsempfindlichkeit stark zu, besonders bei Gegenlicht.
Im Gegensatz zum Glaukom merkt der Patient beim Grauen Star von Anfang an selbst, dass etwas mit den Augen nicht in Ordnung ist. Eine Behandlung des Grauen Stars mit Medikamenten ist nicht möglich. In einer Operation wird die natürlich getrübte Linse durch eine neue «künstliche» Linse ersetzt. In fast allen Fällen, vorausgesetzt es bestehen keine weiteren Augenkrankheiten, können die Kataraktpatienten nach dem Eingriff wieder klar und deutlich sehen.
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Glaukomvorsorge
Der Augenarzt untersucht neben dem Augeninnendruck auch den Sehnervenkopf (Papille): ist er normal oder ausgehöhlt (Zeichen für Glaukom)?
mehr lesen über Glaukomvorsorge ... (offizielle Seite des Initiativkreis Glaukom in Deutschland)
mehr lesen über Glaukom bei wikipedia: ...
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