FDT - Perimetrie: erlaubt Früherkennung von Gesichtsfeldschäden
Das menschliche Sehen verfügt über unterschiedliche Eigenschaften, die einerseits das zentrale Sehen betreffen (scharfes Sehen und Sehen von Farben), andererseits eher unbewusst der Orientierung dienen (Gesichtsfeld, Bewegungssehen, räumliche Auflösung, Erkennen von Konturen). Das Glaukom (grüner Star) ist deshalb so gefährlich, weil bei dieser Erkrankung zuerst das unbewusste Sehen ausfällt. Wenn es bereits zu bewussten und somit spürbaren Veränderungen des zentralen Sehens kommt, ist schon ein weit fortgeschrittenes Stadium der Erkrankung erreicht. Durch eine spezielle Lichttechnik wird die Funktionsfähigkeit einzelner Bereiche der Netzhaut genau untersucht. Diese Technik heißt Frequenzverdopplungs-Perimetrie oder Rauschfeld-Perimetrie (FDT-Perimetrie).

Ablauf der Untersuchung

Die Untersuchung ist für Sie als Patient leichter durchzuführen als eine Schwellenwert-Perimetrie, die Sie aus der Praxis kennen! In einem Übersichtstest wird für 17 Prüfgebiete ein optischer Reiz – ein Flackern – für einen kurzen Zeitraum erzeugt. Sobald der Patient dieses Flackern bei der Untersuchung wahrnimmt, drückt er einen Knopf. Nach und nach wird für jeden der 17 Prüfpunkte die Empfindlichkeit getestet. Eine aussagekräftige Untersuchung ist bereits nach etwa einer Minute für ein Auge abgeschlossen. Auf dem Frequenzverdopplungseffekt basierend liefert er Übersichtsergebnisse schon nach 45 Sekunden und eine vollständige Auswertung des Gesichtsfelds in weniger als vier Minuten pro Auge. Durch diese kurzen Untersuchungszeiten sinkt die Belastung, insbesondere für ältere und schlecht sehende Patienten, gegenüber herkömmlichen Gesichtsfeld-Untersuchungen erheblich.